Besondere Herausforderungen der Hochbegabung

Wir Menschen bilden oft schon durch unsere ganz normale Hirnentwicklung die eine oder andere „Meise“ aus, kleine Verrücktheiten oder Macken, die aber noch als normal gelten. Das geschieht in der Regel bis ca. zum sechzehnten Lebensjahr. Wenn uns in dieser Zeit oder auch später noch außergewöhnlich negative Dinge widerfahren, dann versuchen wir das oft, dies durch extremere Verhaltensweisen zu kompensieren.

Das geschieht meist nicht bewusst, sondern bleibt im Unbewussten verborgen. Dort können wir es finden, bearbeiten und meist völlig auflösen.

Wenn Sie nun zusätzlich hochbegabt sind, dann wirken Sie bereits als kleines Kind auf intellektueller Ebene viel erwachsener, als Sie sind. Und (leider) werden Sie dann auch so behandelt. Doch auch das Gehirn eines hochintelligenten Kindes braucht ungefähr bis zum sechzehnten Lebensjahr, bis es fertig entwickelt ist.

Hochintelligente Kinder haben außerdem ein Bewusstsein, das sich sehr wahrscheinlich früher oder intensiver entwickelt und sich dann auch selbst als solches begreift.

Das sind schon zwei potenzielle Ursachen für die Bremsen im Kopf.

Hinzu kommt, dass das Bewusstsein oder der Verstand sich viele Dinge logisch herleiten und erklären können und die Dinge schnell als erledigt betrachten. Das Unbewusste braucht manchmal etwas länger, um Erlebnisse zu verarbeiten, denn auch die emotionale Seite muss dazu gelebt werden. Dieser Schritt kommt bei vielen Hochbegabten zu kurz.

Als viertes Hemmnis kann schließlich noch die intellektuelle „Überlegenheit“ betrachtet werden. Denn die durchschnittlichen Techniken oder Therapien sind einfach leicht zu durchschauen… :-)

Also am besten früh anfangen, denn natürlich können gerade auch hochbegabte Kinder und Jugendliche mit Hypnose arbeiten, bzw. entsprechende Techniken lernen. Über „Hypnose mit hochbegabten Kindern und Jugendlichen“ referierte ich z.B. beim Hypnose-Kongress: Kindertagung der M.E.G. vom 31.10. bis 03.11.2013 in Heidelberg.