Klassische Hypnose

Die klassische Hypnose umfasst viele Techniken, die weithin bekannt, aber auch häufig falsch verstanden werden. Wir alle kennen das prototypische Bild des Hypnotiseurs, der mit einem Pendel oder einer sich drehenden Spirale den Klienten in eine Trance versetzt, um ihm daraufhin Suggestionen einzuflüstern und ihn so zu beeinflussen.

Diese Vorstellungen sorgen verständlicherweise häufig dafür, dass Menschen der Hypnose skeptisch gegenüberstehen.

Direkte Suggestionen, die der Hypnotiseur seinem Klienten „einflüstert“ sind ein kennzeichnendes Merkmal der klassischen Hypnose. Als Vorläufer bzw. Begründer dieser Hypnose-Formen gelten:

In der klassischen Hypnose steuert der Therapeut den Prozess komplett, der Klient oder Patient muss sich lediglich darauf einlassen. Der Therapeut überlegt sich anhand der ihm vorliegenden Informationen, welche Suggestionen für den Klienten hilfreich sein könnten. Er suggeriert sie dem Klienten, den er zuvor in einen möglichst tiefen, hypnotischen Zustand versetzt hat. Der Grundgedanke dabei ist, den hypnotischen Zustand für Veränderungen auszunutzen, denn in diesem Zustand ist die Kontrolle des wachen Bewusstseins mehr oder weniger deutlich reduziert – wenn auch nicht gänzlich ausgeschaltet. Immer wieder formuliert der Therapeut die Suggestion, üblicherweise redet er während einer solchen Sitzung sehr viel mit dem Klienten bzw. zu dessen Unbewusstem.

Liegt der Therapeut mit seiner Vermutung für eine hilfreiche Suggestion zufällig richtig, und sowohl das Unbewusste des Klienten als auch dessen Bewusstsein nehmen den veränderten Gedanken oder die veränderte Sichtweise an, dann kann die klassische Hypnose den gewünschten Erfolg produzieren.

Es ist jedoch genauso gut möglich, dass die Suggestion nicht passt oder sogar schädlich wäre. Viele Symptome, die mit der Hypnose behandelt werden sollen, sind selbst gar nicht das eigentliche Problem. Vor allem wenn diese Symptome nur als Signale dienen für ein tiefer liegendes Problem, das auf den ersten Blick gar nichts mit dem offensichtlichen Symptom zu tun haben muss.

In solchen Fällen kann es sein, dass die Hypnose (fast) überhaupt keine Wirkung zeigt. Oder das Symptom verschwindet durch die Hypnose tatsächlich, doch dafür tritt an anderer Stelle ein anderes auf, das die gleiche Funktion in Bezug auf das eigentliche, zugrunde liegende Problem übernimmt. In beiden Fällen ist der Klient keinen Schritt weiter. Solange das eigentliche Problem nicht bearbeitet ist, kann sich höchstens eine kurzfristige Verbesserung einstellen.  

Hypnose beim Zahnarzt

Ein häufiger Anwendungsfall für klassische Hypnose-Techniken ist der Einsatz auf dem Zahnarztstuhl.

Show-Hypnose

Wer einige Techniken beherrscht und eine hervorragende Menschenkenntnis besitzt, kann damit auf der Showbühne überraschende hypnotische Effekte produzieren.